Viel Zündstoff zum Andersdenken - Dr. Peter Kreuz inspiriert

Wer Innovationen schaffen will, muss Irrtümer akzeptieren! Beim ersten Clubabend des Jahres folgten rund 140 Mitglieder und Freunde des Marketing-Clubs Münster/Osnabrück den spannenden Denkweisen von Dr. Peter Kreuz. Bereits vor sieben Jahren hat der Referent einen Vortrag beim Marketing-Club gehalten. Nun ist er zurückgekehrt – und mit ihm zahlreiche inspirierende Ideen zum Andersdenken.

 

Von alten Gewohnheiten zur Zukunftsgestaltung

Best-Practice-Beispiele und Benchmarkings - das Tagesgeschäft zu managen bestimmt zu 90% die Arbeit eines Marketers. Mit diesen Erkenntnissen lässt sich zwar der Wettbewerb um die Gegenwart bestreiten, nicht aber der um die Zukunft. „Wir brauchen nicht Best-Practice, wir brauchen Next-Practice“, hebt Dr. Peter Kreuz hervor. Und die gibt es bekanntlich noch nicht. Wer dauerhaft alten Gewohnheiten treu bleibt und seinen Tunnelblick nur auf die Chancen von heute richtet, übersieht die Chancen von morgen. Deshalb müssen Unternehmen ihre Abläufe zunehmend hinterfragen, um ein Bewusstsein für neue Chancen zu entwickeln.

 

Mut zu schlechten Ideen

Aus vielen schlechten Ideen bleiben am Ende ein paar Gute übrig. Hohe Qualität ist daher letztendlich das Resultat hoher Quantität. Der Andersdenker rät deshalb: „Produzieren Sie so viele schlechte Ideen wie möglich.“ James Dyson ist ein sehr erfolgreiches Beispiel dafür, schlechte Ideen beharrlich zum Erfolg zu führen. Bei seinem Versuch, einen beutellosen Staubsauger zu entwickeln scheiterte er 5.126 Mal. Erst der 5.127 Prototyp machte ihn zum Milliardär. „Wer Angst hat zu scheitern, kann nicht innovativ sein“, stellt Dr. Peter Kreuz die Bedeutung eines positiven Umgangs mit Fehlern in Unternehmen heraus.

 

Ziele nicht zu hoch setzen

Zu hohe Ziele bremsen die Energie. Zwischenetappen helfen daher, Ziele zu erreichen und sogar zu übertreffen. An festgelegten Innovationstagen können Unternehmen ihren Mitarbeitern freien Raum für kreative, zukunftsweisende Ideen geben. „Dabei entstehen unfassbare Ideen – ohne Trainings, ohne Prämien, ohne Coaches.“, rät Kreuz, die Kreativität und Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter viel mehr zu nutzen.

 

In die Offensive gehen

Unternehmen, die auf Außeneinflüsse warten, laufen Gefahr, Chancen zu verpassen. Eine offensive Grundhaltung und die Bereitschaft für Veränderungen sind daher grundlegend. Kleiner Tipp des Referenten, um kreative Ideen und eine offensive Grundhaltung bei allen Mitarbeitern zu erzeugen: „Stellen Sie sich vor, wie Sie Ihr eigenes Unternehmen als aggressiver Wettbewerber ruinieren könnten. Und dann werden Sie selbst aktiv, damit dieser Fall nicht eintritt.“

 

Fordert euch heraus

Unternehmen mit hohen Zielen sollten unbedingt darauf achten, diese mit der psychologischen Sicherheit ihrer Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Besonders Mitarbeiter mit einer provokativen Kompetenz sind wichtig für Unternehmen, weil sie in der Lage sind, Dinge auf der Basis von Wissen zu hinterfragen und dadurch innovative Gedanken zu entwickeln. Divers zusammengesetzte Teams eignen sich beispielsweise dazu, den Mut zum Meinungsaustausch untereinander zu fördern.

 

Abschließend bleibt Dr. Peter Kreuz‘ letzte Frage erst einmal offen: „Lernen wir so schnell, wie die Welt da draußen sich verändert?“

Vielleicht beantwortet er diese Frage beim nächsten Mal – in sieben Jahren.

 

 

Titelfoto (v.l.): Thomas Hans (MC-Präsident), Gaby Hampel (Leitung Clubprogramm), Dr. Peter Kreuz (Referent der Veranstaltung), Petra Hardeweg (Geschäftsführerin) und Thomas Schult (Vizepräsident/Netzwerke).

 

FÖRSTER & KREUZ

Wir danken unseren Partnern für die Unterstützung der Clubabende 2019: