Marketing-Strategien für Freizeit- und Erlebniswelten am Beispiel des Zoos Osnabrück

Einen ganz besonderen Clubabend durften rund 45 Mitglieder und Gäste des Marketing Club Münster/Osnabrück an einem der heißesten Tage des Jahres erleben: Zwischen Schweinsaffen, Seehunden und einem Elefantenbaby erläuterte Andreas Busemann die Marketing Strategie des Osnabrücker Zoos. Obwohl der Zoo im Gegensatz zu anderen – vorwiegend wissenschaftlich geführten – Zoos nur mit geringsten Mitteln öffentlich gefördert wird, erzielte Busemann mit seinem Team durch ausgefeiltes strategisches und äußerst kreatives Marketing eine einzigartige Erfolgsgeschichte.

Als der Diplom-Kaufmann vor 20 Jahren die Geschäftsführung des Osnabrücker Zoos übernahm, stand dieser wirtschaftlich am Abgrund. Knapp 300.000 lokale Besucher zählte der Zoo jährlich, während Krokodile, Gorillas und Bären sich ein Gehege teilen mussten. Heutzutage begeistern unterschiedliche, an Kontinente angelehnte Themenwelten und Erlebniswelten im unterirdischen Zoo jährlich um die 1 Millionen Besucher. Insbesondere die hügelige Lage, auf dessen Fläche sich die Tiere befinden, erkannte Busemann sehr schnell als Alleinstellungsmerkmal: „Durch die sehr hügelige Landschaft um unseren Zoo herum können wir Tiere untereinander sowie Menschen von den Tieren trennen, ohne große Zäune und Gitter zu bauen. Unsere Besucher bekommen somit den Eindruck, viel näher an den Tieren zu sein, ohne dass wir die Tiere damit erschrecken.“

Als Rezept seiner überaus erfolgreichen Marketing-Strategie sieht Busemann die Pflicht darin, Stärken zu profilieren, nicht Schwächen zu schwächen. „Menschen gehen in ihrer Freizeit nicht in den Zoo, weil es 'nicht schlecht' ist. Sie gehen nur dann freiwillig in den Zoo, wenn sie über alle Maße überzeugt sind.“ Mit Fundraising Kampagnen wie der Beschaffung und Vermietung eines 12m langen, begehbaren Leuchttiers oder der Öffnung des Zoos für abendliche Pokémon-Sammel-Aktionen schafft der Osnabrücker Zoo genau das: Seinen Gästen ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Nicht ohne Grund sind knapp 50% aller Besucher Inhaber einer Jahreskarte, mit der sie im Schnitt 4,5 Mal im Jahr in die außergewöhnliche Welt der Tiere eintauchen.

Zu den Eckpfeilern des strategischen Marketings zählt Busemann die Kundenbindung, die Mitarbeitermotivation, den Imagetransfer für Werbepartner und ganz besonders das Networking.

Titelfoto: Andreas Busemann, Geschäftsführer Zoo Osnabrück


Zoo Osnabrück

Der Clubabend in Bildern:

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Wir danken unseren Partnern für die Unterstützung der Clubabende 2019: