Marketing vor Ort im Autohaus Stopka: Die Marken Jaguar und Land Rover

Leistungsstarke Fahrzeuge der Premiumklasse standen im Mittelpunkt der letzten Marketing-vor-Ort-Veranstaltung des Jahres im Autohaus Stopka. Im September hatte der Jaguar Land Rover-Vertragspartner das neue Autohaus auf einem 9.500 Quadratmeter großen Areal im Hansa-Business Park eröffnet. Mit den rund 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche und dem 1.300 Quadratmeter großen Servicebereich mit zehn Arbeitsbühnen spricht Stopka den lokalen Markt an. „Wir bauen unsere Präsenz in Münster und der Region aus und setzen dabei auf den persönlichen Kontakt. In Zeiten von Social Media wird es immer schwieriger, die Menschen ins Haus zu holen“, erklärte Geschäftsführer Wolf Frede den hellen, offenen Neubau. 30 Mitarbeiter stehen bei dem Vertragshändler in Münster bereit, um Kundenwünsche zu erfüllen. Mit dem Verkauf und Reparatur von Motorrädern der britischen Traditionsmarke Triumph erweiterte Stopka zudem Anfang 2018 die Angebotspalette.

 

Dass die Marken Jaguar und Land Rover sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt haben, bestätigte Andrea Leitner-Garnell, Direktorin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Jaguar Land Rover Deutschland. Sie führte den Club in die neue Jaguar Land Rover-Markenwelt ein und plauderte dabei bereitwillig aus dem Nähkästchen.

 

Nach der Finanzkrise ging es schlagartig nach oben

Im Jahr 2008, mitten in der Finanzkrise, hatte Tata Motors, zugehörig zum größten Privatkonzern Indiens, die zwei kriselnden Traditionsmarken übernommen und zur eigenständigen Marke Jaguar Land Rover zusammengeführt. „Wie alle Hersteller hatten wir 2008 die Wirtschaftkrise zu spüren bekommen. Die Produktion sank auf 150.000 Einheiten, die Mitarbeiterzahl schrumpfte auf 13.000. Die Spritpreise stiegen und SUV galt in Deutschland und weltweit als Schimpfwort“, schilderte Leitner-Garnell die damalige kritische Lage. „Als ob ein Hebel umgelegt worden wäre, drehte sich 2010 das Rad, und plötzlich waren SUVs wieder angesagt. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir Lieferfristen von über neun Monaten.“ Seitdem ging es schlagartig nach oben. Im Geschäftsjahr 2016/2017 konnte Jaguar Land Rover zum siebten Mal infolge steigende Verkaufszahlen vermelden und steht seitdem in England auch an der Spitze der größten Automobilunternehmen.

 

Intensive Internationalisierung, aber im Herzen britisch

In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen die Internationalisierung intensiv vorangetrieben. „Unser Vertriebsnetz umfasst 150 Länder, weltweit beschäftigen wir insgesamt 52.000 Mitarbeiter. Doch trotz der Standorte in Europa, Südamerika, Indien und China sind wir vom Herzen noch immer durch und durch britisch.“ Durch die Dezentralisationsstrategie sei man allerdings gewappnet, den Ausstieg Großbritanniens aus der EU zu verkraften, hob sie hervor.

Den größten Markt stelle mittlerweile China dar, auch wenn dieser zurzeit schwächele. „Dort produzieren wir ausschließlich für den chinesischen Markt. Mit China gelingt es uns, fünf Regionen ausbalanciert zu bedienen." In Indien halte man eine Fertigungsstätte nur für Indien, als größter Anbieter von Premium-SUVs in Brasilien habe man  dort für die Produktion eine Fabrik angemietet. Europa sei in den vergangenen Jahren die zweitstärkste Region gewesen. Dort finden sich Produktionsstätten in der Slowakai und in Österreich. „Weltweit verfügen wir über eine gesunde Verteilung, so dass Verschiebungen ausgeglichen werden können.“

In Großbritannien sind das Headquarter, die Zentren für Design und Entwicklung, eine Motorenfabrik, eine Fertigung und eine Special Unit für Sondermodelle und Spezialanfertigungen beheimatet. Im nächsten Jahr werde zudem das Innovation Center eröffnet, ein reines Technologie-Hub, das gemeinsam mit Zulieferern und der britischen Regierung gegründet wurde. Rund 9.000 Ingenieure und Designer bemühen sich größtenteils von Großbritannien aus um die Produkte.  „Tata Motors lässt uns die Freiheit, Gewinne in Produkte  und Technologien zu reinvestieren.“ So habe Jaguar Land Rover in den vergangenen Jahren 50 Produktneuerungen eingeführt.

 

Der SUV boomt nach wie vor

Land Rover könne ein starkes und kontinuierliches Wachstum verzeichnen. „Der SUV boomt nach wie vor.“ Das Modell Evoque sei völlig unerwartet zum Top-Seller aufgestiegen und mittlerweile das meist ausgezeichnete Auto der Welt. „Als führender Anbieter auf dem 4x4-Markt ist es unser Ziel, in jedem der Segmente Vielseitigkeit, Robustheit und Luxus die Spitze zu halten.“ Seit 2010 habe man mehr als 16 Milliarden Euro in die Produktentwicklung investiert, im Geschäftsjahr 2017/2018 allein, über 4 Milliarden Euro.

Die Marke Jaguar stehe dagegen für Sportlichkeit per se. „Unsere Limousinen, Sportwagen, SUVs und Kombis müssen allesamt ein dynamisch-sportliches Fahrgefühl vermitteln“, sagte Leitner-Garnell. Mit großen Investitionen in das Thema Fahrwerk sei die Balance zwischen Sportlichkeit und Komfort deutlich verbessert worden. Der Automobil-Trend gehe in Richtung Downsizing. Auch der neue, selbst entwickelte 4-Zylinder-Motor vermittele das Jaguar-Gefühl – kultiviert, leise und trotzdem leistungsstark.

Den Blick in die Zukunft sucht Jaguar Land Rover mit InMotion Ventures, der Venture-Capital-Sparte des Unternehmens, durch die Zusammenarbeit mit Startups, die sich ausschließlich mit Mobilität befassen. So sei das Unternehmen beispielsweise momentan beteiligt an der Entwicklung eines Elektro-Motorrads, an dem Ride-Sharing-Anbieter Lyft und halte eine Kooperation mit GoKid, einer persönlichen Fahrservice-Lösung für Kinder. Aktuell spiele man auch mit einer Idee zum Thema Car Sharing, bei der Zugang und Betrieb des Fahrzeugs über ein persönliches, mobiles Lenkrad möglich ist und natürlich mit dem autonomen und vernetzten Fahren, mit autonomen Überhol-Assistenten und virtuellen Augen. Geforscht und entwickelt werde in diesen Bereichen bereits auf einer eigenen Teststrecke in Coventry.

 

Elektromobilität das Thema der Zukunft

Das große Thema der Zukunft schlechthin sei die Elektromobilität. „Ab 2020 wird jedes unserer Autos elektrifiziert sein“, kündigte Leitner-Garnell an. Der Kunde kann dann wählen zwischen dem Hybrid-, Plug-in-Hybrid- oder dem voll-elektrischen Antrieb. Mit dem eigenen E-Fahrzeug hatte Jaguar Land Rover in diesem Jahr bereits gegen 58 Konkurrenten den German-Car-of-the year-Award gewonnen.

„Aber wir sind auch überzeugt, dass die Zeit der Verbrennungsmotoren noch lange nicht vorbei ist. Und solange Elektromobilität durch Braunkohle gefördert wird, macht sie auch wenig Sinn.“ Es fehle an einem ausgewogenen Konzept. „Die Dieselmotoren laufen heute genau so sauber wie die Benziner, stoßen aber deutlich weniger CO2 aus. In der aktuellen Abgasdiskussion halten wir es daher nicht für die richtige Lösung, auf Benzinmotoren umzusteigen und glauben an die Renaissance des Dieselmotors.“

„Wir wollen Erlebnisse schaffen, die unsere Kunden begeistern!“ Die JLR-Philosophie setzt das Autohaus Stopka am neuen Standort um. Und vielleicht wird nach dem ausgiebigen Begutachten und Probesitzen der ausgestellten Fahrzeugflotte an diesem Abend der eine oder andere Jaguar oder Land Rover in der Region Münster/Osnabrück unter dem Weihnachtsbaum stehen…

 

Titelfoto (v.l.):

MC-Club-Präsident Thomas Hans, Gaby Hampel - MC-Leitung Clubprogramm, Andrea Letner-Garnell - Direktorin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Jaguar Land Rover Deutschland, Wolf Frede - Geschäftsführer Autohaus Stopka und Albert Hirsch - Vizepräsident Marketing-Club MS/OS.

 

 

 

Fotos der Veranstaltung