Marketing vor Ort: Solarlux Campus erleben!

Ob Glas-Faltwand, Wintergarten, Terrassenüberdachung oder Schiebetür - das niedersächsische Familienunternehmen Solarlux steht für anspruchsvolle Lösungen aus Glas.

Im September 2016 führte der Glasspezialist alle bisherigen Unternehmensstandorte auf dem, rund 13 Hektar großen Campus in Melle, zusammen. Mit 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, modernen Verwaltungs- und Produktionshallen, ein vollautomatisiertes Hochregallager und einem geothermisch betriebenem Blockheizkraftwerk ist der Campus Erlebniswelt, Vorführobjekt der eigenen Kompetenzen und gebaute Unternehmenskultur zugleich. Davon überzeugen konnten sich die Marketers aus Münster/Osnabrück bei einem geführten Rundgang.

Zuvor wurden sie von Inhaber und Geschäftsführer Stefan Holtgreife im Campus-Forum begrüßt. Platz genommen hatten sie auf einer großen Sportstätten nachempfundenen Tribüne – Solarlux-Verglasung finden sich mittlerweile in mehreren Stadien Deutschlands und der USA – inmitten mobiler möblierter Glas-Kuben, die vielfältigen Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten der Solarlux-Produkte demonstrierten. Diese lassen sich ebenso wie die Tribüne dank einer speziellen Luftkissentechnik schnell und einfach verschieben, so dass das lichtdurchflutete Forum vielseitig einsetzbar ist für interne Veranstaltungen, Ausstellungen, Händler-Seminare usw.

Nicht einmal 35 Jahre zuvor habe sein Vater Herbert gemeinsam mit dem 1990 verstorbenen Theo Ebbert den Grundstein des Unternehmen gelegt, erzählte Holtgreife. Oder besser gesagt: auf einem Bierdeckel skizziert. Dort hielten sie ihre Idee für eine Balkonverkleidung aus Glas, um den Balkon wetterunabhängig zu nutzen, fest. Einem erfolgreich konstruierten Prototypen folgte bald die Gründung von Solarlux.

Zwölf Jahre später, mittlerweile waren  fast 100 Mitarbeiter bei Solarlux beschäftigt, zog das Unternehmen nach Bissendorf. Der neue Standort vereinigte Produktion, Ausstellung und Verwaltung - bisher an verschiedenen Orten angesiedelt - unter einem Dach.

Die Idee, Fassaden aus Glas großflächig zu öffnen, erfreute sich bei und Architekten und Bauherren immer größerer Beliebtheit. Und wird mittlerweile in vielfältiger Weise umgesetzt: Solarlux‘ Leistungsspektrum umfasst heute neben Balkonverglasungen  Terassendächer, Wintergärten und Häuser komplett aus Glas. Schließlich reichten auch in Bissendorf die Produktionskapazitäten nicht mehr aus, weitere Standorte in der Umgebung Osnabrücks kamen hinzu. Im September 2016 verlegte Solarlux alle Unternehmenseinheiten auf den neu gebauten Campus in Melle. Zudem ist das Unternehmen in Italien, Frankreich, Spanien, der Schweiz, Österreich,  Schweden, den Niederlanden, Großbritanien und in den USA mit eigenen Standorten ansässig.

„Groß geworden sind wir mit der Glas-Faltwand“, erzählte Holtgreife und präsentierte eine Reihe international erfolgreicher Bauprojekte, die das Solarlux-Siegel tragen: Wohn und –Geschäftshäuser und Hotels in Europa und Übersee sowie verglaste Tribünen, Gäste- und VIP-Räume in diversen Sportarenen, u. a. die Opel Arena Mainz und die Stadien von Rapid Wien und den New York Yankees in den USA. Absatzstarkes Produkt seien Wintergärten. Sie stellen den neuen Mittelpunkt des Lebens dar. Und Schallschutz sei momentan ein wichtiges Thema in der Raumgestaltung.

Deutschland stelle nach wie vor den Hauptmarkt dar, stärkstes Exportland seien die USA. Die Produkte seien die dort wegen ihrer überragenden Qualität begehrt, berichtete Holtgreife. Und erzählte von der US-Kundin, die ihm ein Foto ihres Solarlux-Wintergartens nach einem Tornado übersandt habe. Sie sei begeistert – der Wintergarten stehe nach wie vor an Ort und Stelle. Das Haus allerdings sei vom Sturm verweht worden.

Der Qualitätssicherung der Produkte, die sämtlich im Unternehmen selbst entwickelt und hergestellt werden, gilt großes Augenmerk. Sie umfasst umfangreiche hausinterne Tests wie auch die Zertifizierung durch unabhängige externe Prüfinstanzen. Stolz sei man besonders auf die vielen Auszeichnungen für hervorragendes Produktdesign…

Der Vertrieb erfolgt in Deutschland auf drei Wegen, erklärte Holtgreife. „Den B2B-Bereich decken wir komplett selbst ab, denn Großprojekte wie Stadien sind durch den Fachhandel nicht zu stemmen.“ Einzelkunden aus dem B2C-Bereich wenden sich entweder direkt an das Unternehmen oder an qualifizierte Fachhändler. „Im ersten Fall übernehmen wir Beratung, Bauleitung und Montage. Und unseren Fachpartnern stehen wir eng und unterstützend zur Seite. Im Hinblick auf unsere Eigenprojekte sind wir sehr offen und transparent“, beschrieb Holtgreife die manchmal nicht ganz einfache Konkurrenzsituation als diplomatischen Drahtseilakt. „Wir brauchen die Präsenz des Fachhandels mit seiner Kundenbindung, mit Kontakten und Kenntnissen über die lokalen Strukturen und Gegebenheiten.“ Daher bindet das Unternehmen die Händler mit deren eigener Identität in das Vertriebskonzept ein.

Das gesamte Marketing wird über eine eigens zu diesem Zweck gegründete hausinterne Agentur mit eigenen Grafikern und Textern konzipiert, gesteuert und umgesetzt. Davon profitiert auch der Fachhandel, dem individualisierbare Marketing-Pakete mit Pressetexten und –bildern, Anzeigenvorlagen, Bannern und weiterem Info-Material zur Verfügung gestellt werden. Die Kundenmagazine und Beilagen haben mittlerweile Auflagen im siebenstelligen Bereich erreicht. Als nicht ganz einfach erweise sich die Ansprache der Zielgruppen, die mit Privatpersonen, Händlern und Architekten und Bauunternehmen ein recht breites Spektrum umfasse. Die Vertriebspartner sind zudem über einen vollautomatischen Newsletter und  eine Händler-Suche in die Solarlux-Website eingebunden, so dass Interessenten an einen direkten Ansprechpartner am Wunschort geleitet werden.

Die Präsenz auf Messen und Ausstellungen sei ein weiterer wichtiger Baustein in der Produktinformation und Kundenansprache. „Wir planen jeden Messestand selbst“, beschrieb Holtgreife die europaweite Präsenz auf den rund 50 Messen jährlich, ebenso, die Ausstellungen für den Handel.

„Es gibt Herkunft und es gibt Zukunft. Wir leben beides“, beschrieb Holtgreife das Solarlux-Konzept. Ein Konzept, das aufgeht, wie die Marketers auf dem beeindruckenden Solarlux Campus erfahren konnten.

Solarlux

 

 

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