Dermasence - P&M Cosmetics: Harte Fakten der Kosmetik sanft verpackt.

Welche Hautbefindlichkeitsprobleme gibt es? Wo in der dermatologischen Praxis sind neue oder besserer Produkte vonnöten? Diesen Fragen folgt unsere Produktentwicklung, erläuterte Detlef Isermann, Geschäftsführer bei P&M Cosmetics. Einen Einblick in die „Mission gesunde Haut“ des Spezialisten für Hautpflegeprodukte erhielten die Gäste vom Marketing-Club Münster/Osnabrück bei einem Besuch des Unternehmens im Münsteraner Hafenviertel.

Mittlerweile gehören dem 1991 in Münster von einer kleinen Gruppe Dermatologen und Pharmazeuten gegründeten Unternehmen 120 Mitarbeiter an. „In den vergangenen 7 – 8 Jahren haben wir einen enormen Wachstumsschub erlebt.  In 2014 hat unsere Marke Dermasence laut des Marktforschers  IMS Health im Vergleich zu den Mitbewerbern die stärkste Umsatzsteigerung bei den Kosmetikprodukten in der Apotheke verzeichnen können“, beschrieb Isermann die Entwicklung des Unternehmens. Nach einer Zwischenstation in Telgte im Kreis Warendorf  im Jahr 2013 zog P&M Cosmetics wieder zurück nach Münster. Der heutige Firmensitz, die renovierte und modernisierte ehemalige ThyssenKrupp-Immobilie am Hafengrenzweg, bietet genügend Kapazitäten für Forschung, Produktentwicklung, Verwaltung und Lager.

„Wir versuchen, unser Sortiment nicht ins Uferlose auszuweiten“, verfolgt Dermasence eine klare Produktstrategie. Abgestimmt auf  Hauttyp und auf bestimmte Hautbefindlichkeitsstörungen finden die Verbraucher die für sie passende Produkte. Viele der Pflegemittel sind frei in ausgesuchten Apotheken erhältlich. Bei schwerwiegenderen Hautproblemen erfolgt die medizinische Behandlung mit speziellen  Präparaten, die nur in Arztpraxen und Krankenhäusern angewendet werden dürfen. „Nach dem Heilmittelwerbegesetz, das auch kosmetische Mittel einschließt, müssen wir zwischen der allgemeinen Publikumswerbung für den Endverbraucher und der Werbung in Fachkreisen unterscheiden. Dem Endverbraucher gegenüber dürfen wir nicht behaupten, ein bestimmtes Präparat könne ein spezifisches Leiden beseitigen“, klärte Isermann auf.  Apotheker und Ärzte mit ihrem medizinischen Fachkenntnissen wissen unsere Informationen über Anwendung, Inikationen und Heilungschancen ganz anders einzuordnen als der Endverbraucher.

Am Beispiel der Erkrankung Rosacea, einer Fehlregulation des Immunsystems, die in ihrem Verlauf in unterschiedlichen Schweregraden auftritt, erläuterte Isermann den Marketers das Marketing- und Vertriebskonzept der Dermasence-Produkte. Im noch leichten Stadium der Erkrankung informieren sich Betroffene meistens selbständig bzw. suchen Rat und Hilfe in der Apotheke. Den Kontakt zum Endverbraucher stellt Dermasence über Anzeigenwerbung und Pressearbeit in den klassischen und Online-Medien, über Werbemittel, den regelmäßigen Versand von E-Mail-Newslettern, Social Media und externe Blogs wie auch bei Aktionstagen in den Apotheken her. Auf der Website finden Kunden ausführliche Produktinformationen, ein Tool zur Hautanalyse und ein Beratungsforum mit FAQs, die von dem fiktiven „Professor Dermati“ beantwortet werden. Ein weiterer Bereich, in dem sich das Unternehmen  öffentlich präsentiert, ist das Sponsoring in sozialen Bereichen, Kultur und Sport. Die Münsteraner Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke unterstützt Dermasence zudem als Markenbotschafterin.

Der Kontakt zu Apothekenhandel und  Ärzten in Praxen und Kliniken erfolgt über wissenschaftliche Publikationen und Studien in den Fachmedien, aber auch Werbeanzeigen, das Internet und Mailings. Für Schulungen, telefonische wie auch Vor-Ort-Beratung werden rund 30 Außendienstler und ca. 20 teils freiberuflich tätige Kosmetikerinnen eingesetzt. „Die Ärzte und Apotheken sehen wir nicht als Kunden, eher als Partner an, die neben dem medizinischen auch ein eigenes wirtschaftliches Interesse an unseren Produkten haben.“ Zielgruppengemäß ist auch das Marketingbudget dreigeteilt: Mehr als zweidrittel des Budgets wird verwandt, um den Endverbraucher zu erreichen, der Rest verteilt sich nahezu gleichteilig auf Ärzte und Apotheken.

Vertrieben werden die Produkte zurzeit hauptsächlich in Deutschland und Österreich. „Unsere Ausweitung in das Ausland ist noch nicht weit fortgeschritten, aber nötig! Das Konzept lautet dabei, in nahen europäischen Ländern möglichst viel selber zu machen. Die Gefahr, dass unsere Ware über Distributoren den Graumarkt erreicht, möchten wir vermeiden.“

Die Produkte werden bei  P&M Cosmetics selbst wie auch zusammen mit externen Chemikern und Pharmazeuten entwickelt. „Wir forschen laufend an Wirksubstanzen, die zur Gesunderhaltung der Haut beitragen.“ ‚Natürlich‘ müsse dabei aber nicht unbedingt besser sein. So rufen die besonders in Verbraucherkreisen beliebten Naturextrakte,  beispielsweise Teebaumöl oder ätherischen Öle, häufig Allergien hervor.  Großen Wert legt das Unternehmen auf hohe Verträglichkeit, den Verzicht auf deklarationspflichtige Duftstoffe und die möglichst langfristige Nutzung der Präparate bei nur milder Konservierung.

„Doch besonders im Bereich der Naturprodukte, die nicht schaden, stehen uns noch viele Überraschungen bevor. Viele der alten Heilmittel wie Silber mit seiner antibiotischen Wirkung oder Schwefel als Mittel gegen Entzündungen und Bakterien werden heutzutage wiederentdeckt. Diese harmlosen medizinischen Konzepte werden sich immer stärker ausbreiten, prognostizierte Isermann abschließend. „Ästhetisch älter werden, lautet der Trend der Zukunft. Und dieser Markt bietet noch viel Potential.“

 

DERMASENCE - MEDIZINISCHE HAUTPFLEGE

 

 

Fotos der Veranstaltung

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Fotos: Oberheim